Ernst Sonntag: Unterschied zwischen den Versionen

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Ernst Sonntag war ein Sohn des Freiberger Schuhmachermeisters Carl Gottlob Sonntag und seiner Frau Henrietta, geb. Wiessner. Es gab noch den um 1900 in Boppard tätigen Fotografen [[Hugo Sontag]]. Er war wohl nicht verwandt.
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Ernst Sonntag war ein Sohn des Freiberger Schuhmachermeisters Carl Gottlob Sonntag und seiner Frau Henrietta, geb. Wiessner. Er heiratete 1883 in Dresden Adelheid Holzwarth.<ref>Stadtarchiv Dresden, 6.4.25, Standesamt Dresden I, Eheregister, 1883, Nr. 80</ref> Das Paar hatte 6 Kinder. Der älteste Sohn Ernst Johannes Sonntag (* 14. Jan. 1884) heiratete am 18. Mai 1907 in Dresden Klara Martha Herrmann (* 4. Febr. 1887)<ref>ancestry.de Standesamtsregister Dresden</ref>
  
 
===Werdegang===
 
===Werdegang===
 
* Zunächst Besuch der Bürgerschule seiner Heimatstadt Freiberg/Sachsen, anschließend Lehre des  Fotografenhandwerks beim Hoffotografen Hugo Thiele, Dresden, Pragerstraße.  
 
* Zunächst Besuch der Bürgerschule seiner Heimatstadt Freiberg/Sachsen, anschließend Lehre des  Fotografenhandwerks beim Hoffotografen Hugo Thiele, Dresden, Pragerstraße.  
* Sonntag war dann als Gehilfe in verschiedenen "''ersten''" Geschäften tätig. 1879 widmete es sich der Reproduktionsfotografie und war 3 Jahre lang Operateur bei der Firma [[w:Römmler & Jonas|Römmler & Jonas]] in Dresden.<ref>Photographische Korrespondenz, Band 57 (1920), [https://books.google.de/books?id=i9E3KkChHcgC&q=photograph+Hugo+thiele&dq=photograph+Hugo+thiele&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwivlee6uPXiAhXTwsQBHXX1B4UQ6AEILTAB S.47.]</ref>
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* Sonntag war dann als Gehilfe in verschiedenen "''ersten''" Geschäften tätig. 1879 widmete er sich der Reproduktionsfotografie und war 3 Jahre lang Operateur bei der Firma [[w:Römmler & Jonas|Römmler & Jonas]] in Dresden.<ref>Photographische Korrespondenz, Band 57 (1920), [https://books.google.de/books?id=i9E3KkChHcgC&q=photograph+Hugo+thiele&dq=photograph+Hugo+thiele&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwivlee6uPXiAhXTwsQBHXX1B4UQ6AEILTAB S.47.]</ref>
* 1883 Gründung eines Fotoateliers in der Dresdener Neustadt.
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* Von 1884-1897 hatte er ein Atelier nahe dem Alberttheater in der Äußeren Neustadt gemietet, im Hintergebäude der Alaunstraße 14.
* Firmierte in Dresden später unter: "''Photographische Werkstätte für Architektur, Industrie, Maschinen, Fabrikanlagen, Kunstgewerbe, Skulpturen, Gemälde - Vergrößerungen, Porträt-Atelier u. Fachschule''".
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* Seit 1895 lebte er in Trachau, wohin er 1898 dann sein Atelier verlegte. In der Ahornstraße 7, 1904 umbenannt in Marsdorfer Straße, heute Dorothea-Erxleben-Straße, lebte und arbeitete er im zweiten Obergeschoss der Villa Adelheid, die ihm gehörte.
* Am 15. April 1908 beging Sonntag sein 25-jähriges Geschäftsjubiläum. Er war dann noch bis zu seinem Tod am 20. Mai 1928 tätig.
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* 1906 bezog Sonntag ein neu erbautes Haus, errichtet auf dem rückwärtigen Teil seines Grundstücks, mit der Adresse Virchowstraße 32. Auch dort arbeitete und wohnte er im zweiten Obergeschoss.  
* Träger Orden vom goldenen Vlies[?].
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* Ab 1907 besaß er auch das in der Nähe gelegene Haus Wilder-Mann-Straße 63. Im Parterre und ersten Obergeschoss betrieb er die „Vereinigten Fachschulen für Photographie und Malerei“ (gegründet um 1890<ref name="schule"/> oder 1903<ref>Wolfgang Hesse, Timm Starl, ''Der Photopionier Hermann Krone''. Marburg: Jonas 1998, S. 28.</ref>), die im  Dresdner Adressbuch von 1918 mit folgendem Text warb: "''Photographische Werkstätte für Architektur, Industrie, Maschinen, Fabrikanlagen, Kunstgewerbe, Skulpturen, Gemälde - Vergrößerungen, Porträt-Atelier u. Fachschule''". Die Fachschule wurde am 1. Oktober 1910 vom Fachfotografen J. Müller und dem akad. Maler G. Matthes übernommen und unter dem Namen "Firma Müller & Matthes, Vereinigte Fachschule für Photographie und Malerei" weitergeführt <ref name="schule">Photographische Chronik Band 17 (1910), [https://books.google.de/books?hl=de&id=pbYaAAAAYAAJ&dq=Sonntag+photograph+dresden&focus=searchwithinvolume&q=Sonntag+dresden S. 558.]</ref> – aber nur für ein Jahr. 1911 übernahm Ernst Sonntag wieder die Fachschule.<ref>Photographische Chronik, Band 18 (1911), S. 497.</ref>
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* Am 15. April 1908 beging Sonntag sein 25-jähriges Geschäftsjubiläum, sowie seine silberne Hochzeit.<ref name="jubiläum">Photographische Chronik Band 15 (1908), S. 6, [https://archive.org/details/bub_gb_5LUaAAAAYAAJ/page/n107 S. 91.]</ref> Er war noch bis zu seinem Tod am 20. Mai 1928 tätig.
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===Werk===
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* Ernst Sonntag hat immer wieder daran gearbeitet, die technischen Möglichkeiten der Fotografie zu erweitern, z.B. Aufnahmen bei Gaslicht.<ref>Richard Jahr, ''Porträtaufnahmen bei Gas-Glühlicht''. In: Photographische Korrespondenz, Band 45 (1908), Nr. 579 (Dezember 1908), [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=phc&datum=1908&page=1075&size=45 S. 545-547.]</ref> Dabei hat er mit dem Dresdener Altmeister der Fotografie, Hermann Krone zusammengearbeitet. Er war ein profund ausgebildeter und technisch sehr versierter Fotograf, was sich nicht zuletzt in der Gründung einer fotografische Fachschule niederschlug.
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* Sonntag hat in den 1890er und 1900er Jahren künstlerische Fotos (Landschaften, Stillleben, aber auch Porträts) angefertigt, mit denen er an Ausstellungen (Wettbewerben) teilnahm, auf denen er z.T. auch als Preisrichter fungierte.<ref>Beispiele der künstlerischen Fotos: [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/89042633 Gänseherde], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/89042631 Damenbildnis], [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/89042634 Flusslandschaft] und [http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/89042630 Abendstimmung].</ref> Diese Fotos sind z.T.  geprägt von dem in der damaligen Amateurfotografie vorherrschenden [[w:Piktoralismus|Piktoralismus]] und wurden vereinzelt in Fachzeitschriften abgedruckt.<ref>Photographische Korrespondenz, Band 49 (1912), Nr. 627 (Dezemberheft), [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=phc&datum=1912&page=606&size=45 Beilage "Winterstudie"].</ref>
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* 1883 fertigte Sonntag eine Serie von Fotos mit Park- und Schloßansichten in Dresden an, die etwas später von Dorn und Merfeld, Lichtdrucker & Verleger im Kabinettformat und als Leporello publiziert wurden.<ref>[http://www.deutschefotothek.de/ete?action=addFilter&filter=personen_koerpers&term=Sonntag%2C%20Ernst&sstate=eJztWG1T20YQxpAUx4QCV9qhtJnJaDqdTMdhJFlyZDPTF94yBCZOMCRN4lQjS2ejIOlc3QkDgQ_9qf0F_QvdO0kG2XI-dCj5gj_Yd_vy7N7u3lqrYgH9VSgh7PRW_oxweLpCmRU4VujMTyxNSPO2bVpRJ7AOfexYLPIfFdQHpWInxC7DJwzdxWFA2fLUb883pCnmHf00of54hf0lJUHArG754YicMfFr6VkxNbZcLn3FXfAIOYp6Ax_QxPKENFuaEL-x3qOCsSg9KE1vrD01dxtP0XzzkPRfcs_3MI08RpcK0j_FS_7fxY-SSUkU2liqf5TcwPYiB1Op_k6ybaksOcT2MbNgZRNw1Q1waAItiPw2Doep7LSHuY7rSO8vypIIGEftuB7DIXb4ekBsE-LxXz-iDMwlHJOy0A26nOHgjgUemx0Xe6AqpWGTBsiSCNvDlpSNY0sCEcvzSN_0sOUAnNl3PceGiEl1FkYYuIHlnZ7hEXpqk_RwaDESgg2ek4uL92XhqBkQ7izs6CGJuFvv3l_AB_ZRt4v5ST7CphMSX6rLQHXPIK6qDisSxse07ZXhqgErFrWlizLkInKddAtWrG6X8liYW-4Jdh7vQ4BNvodw-jQObRwcM4l9bLAWf7hfVoitXA3BSBV0LtohjHRDq4ODXIUr7Iyab1EKFdnOVRowMyqZ05tnNN_BYaEMBCQIso4D84jgkG9yMUalMiBtSH_gUopzlS-5GSV2iP0xIUpYGXHIez68YGREofYhXGOwB8wsevsDxMfFYQRVPiaQwzIZAAc6Cvg8xsdLbjYEIcZKfgQE54rwxQV0nFJpalORUUGB9QJfK6h4SHy8cuJ7QJrnJBVN2z5NKI85pYJ-cDqqrFTMXtT2XNvshcSJbOaSYCWk9JQy7K84GMRnuLiGJlUl3ehoMiCp5SoqyLD-hq-foNm4E74IMUSTpQoGaOupezVUhHYmTg6ke6XJTTV2_lvgqjIa6fvAus9ZCpqCqwu7A77T0C5-dvbhzdpOU8fPtnfk8Pnups921rbc_WZlZ-e0uvcmaMu2suXu0uCZ4m-_PDhqNHX3uHFm0LB5cPb7gb32cq2_8Tpc23sFsLMcVkd3AijqxHO1iiZFEPhRVSP2k7tciU89B0sNTXdI2IdGJ-QmNyE8Kme-hnUNNdqWfVRX5bKyakF4j_EqlMyqUZM1tarWVllkHh5RU5ZlVTfUVcvQdJlLnKcS50MSAPxOADcp7lmikdaVPHBFzYBX9RFwRT0fkgDwtwJ8L03RtWK3BfZb7PGbzDL-16_LhilsvE5t9CwbX6-BmzhES9jYv0xCrazUctKgZNG1UXTlfEjiM50ALoAqX9sNuIkT_CFsvLo8gVJWlVUKNm2GnSv4FTl7hsoIfkU-H5L4XFlQy6o6moVKto6M0TqqZOvIuLE6uolel7RvHp0c7P8YHP730VTQZFVNpoLNphgVbqeC26ngdiq4nQr-56kAHqabMBXMQ3ziWx4OXlEscJaKBq9K4qf3Jjzjjzy9LwEdHsnn4nayHRy71G17_IEYcY6C7rmBC8SY9oDTVLTYZFA_dJd03QC-uthpRCxxSa3kunSfszQ0BUNKiqOPxVnk7Cdopm3RI8zMYxf3UyVjrNI8Z9fQtBscE9dOva3IYxW-5mwF3afQzDwcBybBqcA41YVuB2dIKRU07UDTdj2aqmojqsucrKOF7C2LR5oZzqsmY5LQN_JN166a_r402dQ-eWRNvuoYz7wG42Hyn-MkGdZUNAfNtb9OfF55WyT0k_holbHoAksbxdLHYlU_jWVksASpliHBsNXU-XHEH0Yio8sjanr2hLzsdC237ARLz2XxhOhGMv0tgWUjV2yxNOt0TN86iW8IRQVdRP6LDswdjKI7vOeLC5ZSSpdNXein9GLat0VeU-r8cEsWwUy5CyPNVlRPyr43aKfiwqbkL-KemfWTt8asP2n3A-p3A-rcUGfL2hv0LpGJlHxXdCggNUoz0C4gUvAwxw7Rz63WL631esvq0ZbTbm1sidcRLw7WdrfXzRd7jY2D9f3txnPgcwH-skJp9XE7JIRx-aXCv1O2wAQ* Park- und Schloßansichten, Dresden 1883 (Deutsche Fotothek).]</ref>
  
 
===Ateliers===
 
===Ateliers===
* Dresden-Trachau, Kaulbachstraße 2, (1888)
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* Dresden, Alaunstraße 14 (1883–1897)
* Dresden-Trachau, Alaunstraße 92 (ab 1890)
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* Dresden-Trachau, Ahornstraße 7, Villa Adelheid (1898–1906)
* Dresden-Trachau, Ahornstraße 7, Villa Adelheid (später)
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* Dresden-Trachau,Virchowstraße 32 (ab 1907)  
* Dresden-Trachau, Wilder-Mann-Straße 63 (letzte Atelieradresse bis 1922)
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* Dresden-Trachau, Wilder-Mann-Straße 63 (1907–1922)
 
* Wesel, Baustraße (Filiale, 1905 Übernahme vom Vorgänger Wilhelm Meyer<ref>Photographische Chronik, Band 12 (1905), S. 673</ref>, bestand noch 1916), scheinbar auf die dortige Garnison spezialisiertes Fotostudio.
 
* Wesel, Baustraße (Filiale, 1905 Übernahme vom Vorgänger Wilhelm Meyer<ref>Photographische Chronik, Band 12 (1905), S. 673</ref>, bestand noch 1916), scheinbar auf die dortige Garnison spezialisiertes Fotostudio.
 
* Bocholt, Ravardithor gegenüber der Stadtkasse / Ravardistr. 222 (Filiale, Adressbuch 1897)
 
* Bocholt, Ravardithor gegenüber der Stadtkasse / Ravardistr. 222 (Filiale, Adressbuch 1897)
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===Mitgliedschaften===
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* Sonntag wurde Anfang 1908 Mitglied des Sächsischen Photographen-Bund (E.V.)<ref name="jubiläum"/>
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* 1907 Berufung zum Vorsitzenden der "Sachverständigen-Kammer für Werke der bildenden Künste" in Dresden.<ref>Regierungsblatt für Mecklenburg-Schwerin 1907, S. 259.</ref>
  
 
===Auszeichnungen===
 
===Auszeichnungen===
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* 1894 Prämierung des Fotos "Heimkehr vom Felde" im Preisausschreiben der Photographischen Rundschau<ref>Photographische Rundschau. Centralblatt für Amateurphotographie, Band 8 (1894), Heft 7, [https://books.google.de/books?id=nKc3AQAAIAAJ&pg=RA5-PA219&dq=Ernst+Sonntag+photograph+dresden&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjSyb70ncblAhXFYVAKHewoCp4Q6AEITzAG#v=onepage&q=Ernst%20Sonntag%20photograph%20dresden&f=false S. 219.]</ref>
 
* 1900 Preis der E. Bieber-Stiftung (29. Wanderversammlung der deutschen Photographen-Vereins in Berlin)<ref>Photographische Chronik, Band 7 (1900), [https://archive.org/details/bub_gb_u7saAAAAYAAJ/page/n469  S. 441.]</ref>  
 
* 1900 Preis der E. Bieber-Stiftung (29. Wanderversammlung der deutschen Photographen-Vereins in Berlin)<ref>Photographische Chronik, Band 7 (1900), [https://archive.org/details/bub_gb_u7saAAAAYAAJ/page/n469  S. 441.]</ref>  
  
 
===Literatur===
 
===Literatur===
 
* Horst Milde, Dresdner Atelier-Fotografie zwischen 1860 und 1914. Dresden 1991, S. 165, Nr. 529.
 
* Horst Milde, Dresdner Atelier-Fotografie zwischen 1860 und 1914. Dresden 1991, S. 165, Nr. 529.
* Wolfgang Hesse, Timm Starl (Hrsg.): Der Photopionier Hermann Krone. Photographie und Apparatur. Bildkultur und Phototechnik im 19. Jahrhundert, Marburg 1998, S. 28, 58
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* Wolfgang Hesse, Timm Starl (Hrsg.): Der Photopionier Hermann Krone. Photographie und Apparatur. Bildkultur und Phototechnik im 19. Jahrhundert, Marburg: Jonas 1998, S. 28, 58
  
 
===Fotos===
 
===Fotos===
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* http://genwiki.genealogy.net/Sonntag_(Wesel)/Fotostudio (Wesel)
 
* http://genwiki.genealogy.net/Sonntag_(Wesel)/Fotostudio (Wesel)
 
* http://genwiki.genealogy.net/Sontag_(Bocholt)/Fotostudio (Bocholt)
 
* http://genwiki.genealogy.net/Sontag_(Bocholt)/Fotostudio (Bocholt)
* http://www.deutschefotothek.de/gallery/freitext/ernst+%22sonntag%2C+ernst%22
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* [http://www.deutschefotothek.de/gallery/freitext/ernst+%22sonntag%2C+ernst%22 60 Fotos überwiegend aus der Hermann-Krone-Sammlung der TU Dresden] in der Deutschen Fotothek 
  
 
===Weblinks===
 
===Weblinks===
* [http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/90053197 Künstlerdatensatz Ernst Sonntag] der Deutschen Fotothek
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* [http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/90053197 Künstlerdatensatz Ernst Sonntag] in der Deutschen Fotothek (primäre Quelle für diesen Artikel<ref>i.e. was nicht durch Fußnoten belegt ist, stammt überwiegend aus dieser [http://www.deutschefotothek.de/documents/kue/90053197  Quelle].</ref>)
  
 
=== Einzelnachweise ===
 
=== Einzelnachweise ===

Aktuelle Version vom 1. November 2019, 19:33 Uhr

Ernst Sonntag (links) im Gespräch mit Prof. Bruno Meyer-Berlin (rechts) auf der Ausstellung des Deutschen Photographen-Vereins 1903 in Düsseldorf.

Ernst Julius Sonntag (* 1. Juli 1860 in Freiberg, Sachsen; † 20. Mai 1928 in Dresden-Trachau), Fotograf in Dresden 1883–1928.

Familie

Ernst Sonntag war ein Sohn des Freiberger Schuhmachermeisters Carl Gottlob Sonntag und seiner Frau Henrietta, geb. Wiessner. Er heiratete 1883 in Dresden Adelheid Holzwarth.[1] Das Paar hatte 6 Kinder. Der älteste Sohn Ernst Johannes Sonntag (* 14. Jan. 1884) heiratete am 18. Mai 1907 in Dresden Klara Martha Herrmann (* 4. Febr. 1887)[2]

Werdegang

  • Zunächst Besuch der Bürgerschule seiner Heimatstadt Freiberg/Sachsen, anschließend Lehre des Fotografenhandwerks beim Hoffotografen Hugo Thiele, Dresden, Pragerstraße.
  • Sonntag war dann als Gehilfe in verschiedenen "ersten" Geschäften tätig. 1879 widmete er sich der Reproduktionsfotografie und war 3 Jahre lang Operateur bei der Firma Römmler & Jonas in Dresden.[3]
  • Von 1884-1897 hatte er ein Atelier nahe dem Alberttheater in der Äußeren Neustadt gemietet, im Hintergebäude der Alaunstraße 14.
  • Seit 1895 lebte er in Trachau, wohin er 1898 dann sein Atelier verlegte. In der Ahornstraße 7, 1904 umbenannt in Marsdorfer Straße, heute Dorothea-Erxleben-Straße, lebte und arbeitete er im zweiten Obergeschoss der Villa Adelheid, die ihm gehörte.
  • 1906 bezog Sonntag ein neu erbautes Haus, errichtet auf dem rückwärtigen Teil seines Grundstücks, mit der Adresse Virchowstraße 32. Auch dort arbeitete und wohnte er im zweiten Obergeschoss.
  • Ab 1907 besaß er auch das in der Nähe gelegene Haus Wilder-Mann-Straße 63. Im Parterre und ersten Obergeschoss betrieb er die „Vereinigten Fachschulen für Photographie und Malerei“ (gegründet um 1890[4] oder 1903[5]), die im Dresdner Adressbuch von 1918 mit folgendem Text warb: "Photographische Werkstätte für Architektur, Industrie, Maschinen, Fabrikanlagen, Kunstgewerbe, Skulpturen, Gemälde - Vergrößerungen, Porträt-Atelier u. Fachschule". Die Fachschule wurde am 1. Oktober 1910 vom Fachfotografen J. Müller und dem akad. Maler G. Matthes übernommen und unter dem Namen "Firma Müller & Matthes, Vereinigte Fachschule für Photographie und Malerei" weitergeführt [4] – aber nur für ein Jahr. 1911 übernahm Ernst Sonntag wieder die Fachschule.[6]
  • Am 15. April 1908 beging Sonntag sein 25-jähriges Geschäftsjubiläum, sowie seine silberne Hochzeit.[7] Er war noch bis zu seinem Tod am 20. Mai 1928 tätig.

Werk

  • Ernst Sonntag hat immer wieder daran gearbeitet, die technischen Möglichkeiten der Fotografie zu erweitern, z.B. Aufnahmen bei Gaslicht.[8] Dabei hat er mit dem Dresdener Altmeister der Fotografie, Hermann Krone zusammengearbeitet. Er war ein profund ausgebildeter und technisch sehr versierter Fotograf, was sich nicht zuletzt in der Gründung einer fotografische Fachschule niederschlug.
  • Sonntag hat in den 1890er und 1900er Jahren künstlerische Fotos (Landschaften, Stillleben, aber auch Porträts) angefertigt, mit denen er an Ausstellungen (Wettbewerben) teilnahm, auf denen er z.T. auch als Preisrichter fungierte.[9] Diese Fotos sind z.T. geprägt von dem in der damaligen Amateurfotografie vorherrschenden Piktoralismus und wurden vereinzelt in Fachzeitschriften abgedruckt.[10]
  • 1883 fertigte Sonntag eine Serie von Fotos mit Park- und Schloßansichten in Dresden an, die etwas später von Dorn und Merfeld, Lichtdrucker & Verleger im Kabinettformat und als Leporello publiziert wurden.[11]

Ateliers

  • Dresden, Alaunstraße 14 (1883–1897)
  • Dresden-Trachau, Ahornstraße 7, Villa Adelheid (1898–1906)
  • Dresden-Trachau,Virchowstraße 32 (ab 1907)
  • Dresden-Trachau, Wilder-Mann-Straße 63 (1907–1922)
  • Wesel, Baustraße (Filiale, 1905 Übernahme vom Vorgänger Wilhelm Meyer[12], bestand noch 1916), scheinbar auf die dortige Garnison spezialisiertes Fotostudio.
  • Bocholt, Ravardithor gegenüber der Stadtkasse / Ravardistr. 222 (Filiale, Adressbuch 1897)

Mitgliedschaften

  • Sonntag wurde Anfang 1908 Mitglied des Sächsischen Photographen-Bund (E.V.)[7]
  • 1907 Berufung zum Vorsitzenden der "Sachverständigen-Kammer für Werke der bildenden Künste" in Dresden.[13]

Auszeichnungen

  • 1894 Prämierung des Fotos "Heimkehr vom Felde" im Preisausschreiben der Photographischen Rundschau[14]
  • 1900 Preis der E. Bieber-Stiftung (29. Wanderversammlung der deutschen Photographen-Vereins in Berlin)[15]

Literatur

  • Horst Milde, Dresdner Atelier-Fotografie zwischen 1860 und 1914. Dresden 1991, S. 165, Nr. 529.
  • Wolfgang Hesse, Timm Starl (Hrsg.): Der Photopionier Hermann Krone. Photographie und Apparatur. Bildkultur und Phototechnik im 19. Jahrhundert, Marburg: Jonas 1998, S. 28, 58

Fotos

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Stadtarchiv Dresden, 6.4.25, Standesamt Dresden I, Eheregister, 1883, Nr. 80
  2. ancestry.de Standesamtsregister Dresden
  3. Photographische Korrespondenz, Band 57 (1920), S.47.
  4. 4,0 4,1 Photographische Chronik Band 17 (1910), S. 558.
  5. Wolfgang Hesse, Timm Starl, Der Photopionier Hermann Krone. Marburg: Jonas 1998, S. 28.
  6. Photographische Chronik, Band 18 (1911), S. 497.
  7. 7,0 7,1 Photographische Chronik Band 15 (1908), S. 6, S. 91.
  8. Richard Jahr, Porträtaufnahmen bei Gas-Glühlicht. In: Photographische Korrespondenz, Band 45 (1908), Nr. 579 (Dezember 1908), S. 545-547.
  9. Beispiele der künstlerischen Fotos: Gänseherde, Damenbildnis, Flusslandschaft und Abendstimmung.
  10. Photographische Korrespondenz, Band 49 (1912), Nr. 627 (Dezemberheft), Beilage "Winterstudie".
  11. Park- und Schloßansichten, Dresden 1883 (Deutsche Fotothek).
  12. Photographische Chronik, Band 12 (1905), S. 673
  13. Regierungsblatt für Mecklenburg-Schwerin 1907, S. 259.
  14. Photographische Rundschau. Centralblatt für Amateurphotographie, Band 8 (1894), Heft 7, S. 219.
  15. Photographische Chronik, Band 7 (1900), S. 441.
  16. i.e. was nicht durch Fußnoten belegt ist, stammt überwiegend aus dieser Quelle.