Louis Stüting: Unterschied zwischen den Versionen

Aus FotografenWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
K
K
Zeile 6: Zeile 6:
 
===Werdegang===
 
===Werdegang===
 
* 1857 begann Stüting eine Lehre als Fotograf beim Chemiker und Fotografen [[Paul Liesegang|Eduard Liesegang]]. 1861 wurde er vom Fotografen Hühnerjäger aus Groningen abgeworben und bereits im darauffolgenden Jahr wechselte er zu Prof. Egenberger nach Amsterdam.  
 
* 1857 begann Stüting eine Lehre als Fotograf beim Chemiker und Fotografen [[Paul Liesegang|Eduard Liesegang]]. 1861 wurde er vom Fotografen Hühnerjäger aus Groningen abgeworben und bereits im darauffolgenden Jahr wechselte er zu Prof. Egenberger nach Amsterdam.  
* 1865 begann Stüting, sich mit Aufnahmen von Elberfelder Bürgern selbständig zu machen. 1866 errichtete er ein festes Atelier im Hinterhaus der Berliner Str. 124 (heute: Hardtufer/Hünefeldstraße).
+
* 1865 begann Stüting, sich mit Aufnahmen von Elberfelder Bürgern selbständig zu machen. 1866 errichtete er ein festes Atelier im Hinterhaus der Berliner Straße 124 (heute: Hardtufer/Hünefeldstraße).
 
* 1867 beauftragte ihn Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, fotografische Aufnahmen zu machen und ernannte Stüting mit Wirkung vom 1. Januar 1868 zu seinem Hoffotografen.
 
* 1867 beauftragte ihn Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, fotografische Aufnahmen zu machen und ernannte Stüting mit Wirkung vom 1. Januar 1868 zu seinem Hoffotografen.
* 1868 heiratete Stütig. Das Ehepaar zog erst nach Düsseldorf und später nach Mainz, kam aber 1874 wieder nach Elberfeld zurück. Stüting mietete das Haus seiner Schwiegereltern in der Berliner Str. 78. 1879 zog Stüting mit seiner Familie nach Barmen in die Winklerstraße, wo er auch 1921 starb.<ref> Bis hierher leicht gekürzte Übernahme des Wikipedia-Artikels (s. Weblinks).</ref>
+
* 1868 heiratete Louis Stüting. Das Ehepaar zog erst nach Düsseldorf und später nach Mainz, kam aber 1874 wieder nach Elberfeld zurück. Stüting mietete das Haus seiner Schwiegereltern in der Berliner Str. 78. 1879 zog Stüting mit seiner Familie nach Barmen in die Winklerstraße, wo er auch 1921 starb.<ref> Bis hierher leicht gekürzte Übernahme des Wikipedia-Artikels (s. Weblinks).</ref>
* In den 1890er Jahre übernahm Stüting das Fotoatelier von Carl Freund in Bonn, Koblenzerstraße 14 und führte es unter dem Namen „''Louis Stüting & Sohn''“ weiter.<ref>http://www.fotorevers.eu/de/ort/Bonn/3016/</ref> Carl Freund war ein Fotografenkollege aus Barmen. Vermutlich ist es so zur Übernahme dessen Bonner Ateliers gekommen.<ref>https://nat.museum-digital.de/index.php?t=people&id=9524</ref>
+
* In den 1890er Jahre übernahm Stüting das Fotoatelier von Carl Freund in Bonn, Koblenzerstraße 14 und führte es unter dem Namen „Louis Stüting & Sohn“ weiter.<ref>http://www.fotorevers.eu/de/ort/Bonn/3016/</ref> Carl Freund war ein Fotografenkollege aus Barmen. Vermutlich ist es so zur Übernahme dessen Bonner Ateliers gekommen.<ref>https://nat.museum-digital.de/index.php?t=people&id=9524</ref>
 
* Das Atelier „Louis Stüting & Sohn“ in Barmen soll bis 1930 bestanden haben, während das Fotoatelier in Bonn von um 1886 bis 1908 bestanden haben soll.<ref>Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1975, S. 134.</ref>  
 
* Das Atelier „Louis Stüting & Sohn“ in Barmen soll bis 1930 bestanden haben, während das Fotoatelier in Bonn von um 1886 bis 1908 bestanden haben soll.<ref>Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1975, S. 134.</ref>  
 
* Stütings fotografierte auch die Städte Barmen und Wuppertal und veröffentlichte diese Fotos im Großformat und als Cabinet. Diese Aufnahme wurde später auf Postkarten nachgedruckt und gehören zu den frühen Zeugnissen der Entwicklung beider Orte.
 
* Stütings fotografierte auch die Städte Barmen und Wuppertal und veröffentlichte diese Fotos im Großformat und als Cabinet. Diese Aufnahme wurde später auf Postkarten nachgedruckt und gehören zu den frühen Zeugnissen der Entwicklung beider Orte.
  
 
===Ateliers===
 
===Ateliers===
* Barmen, Berliner Str. 124 (gegründet 1866)
+
* Barmen, Berliner Straße 124 (gegründet 1866)
 
* Barmen, Bahnhofstraße 6 (1902)
 
* Barmen, Bahnhofstraße 6 (1902)
 
* Bonn, Coblenzerstraße 14 (Filiale um 1886–1908)  
 
* Bonn, Coblenzerstraße 14 (Filiale um 1886–1908)  

Version vom 11. Dezember 2019, 00:02 Uhr

Louis Stüting (* 21. Dezember 1844 in Elberfeld; † 4. November 1921 in Barmen[1]), Hoffotograf in Barmen und Bonn 1866–ca. 1910.

Familie

Louis Stüting war der Sohn des Dekorationsmalers Johan Karl Stüting. Da seine Mutter bei der Geburt starb, gab der Vater ihn ins Elberfelder Armenhaus. Dort blieb Stüting bis zu seinem 13. Lebensjahr und kam 1854 ins neue Waisenhaus am Arrenberg. Er heiratete am 21. Dezember 1868 in Barmen Lydia Boecker, gen. Lyddi. Das Ehepaar hatte mindestens einen Sohn.

Werdegang

  • 1857 begann Stüting eine Lehre als Fotograf beim Chemiker und Fotografen Eduard Liesegang. 1861 wurde er vom Fotografen Hühnerjäger aus Groningen abgeworben und bereits im darauffolgenden Jahr wechselte er zu Prof. Egenberger nach Amsterdam.
  • 1865 begann Stüting, sich mit Aufnahmen von Elberfelder Bürgern selbständig zu machen. 1866 errichtete er ein festes Atelier im Hinterhaus der Berliner Straße 124 (heute: Hardtufer/Hünefeldstraße).
  • 1867 beauftragte ihn Fürst Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen, fotografische Aufnahmen zu machen und ernannte Stüting mit Wirkung vom 1. Januar 1868 zu seinem Hoffotografen.
  • 1868 heiratete Louis Stüting. Das Ehepaar zog erst nach Düsseldorf und später nach Mainz, kam aber 1874 wieder nach Elberfeld zurück. Stüting mietete das Haus seiner Schwiegereltern in der Berliner Str. 78. 1879 zog Stüting mit seiner Familie nach Barmen in die Winklerstraße, wo er auch 1921 starb.[2]
  • In den 1890er Jahre übernahm Stüting das Fotoatelier von Carl Freund in Bonn, Koblenzerstraße 14 und führte es unter dem Namen „Louis Stüting & Sohn“ weiter.[3] Carl Freund war ein Fotografenkollege aus Barmen. Vermutlich ist es so zur Übernahme dessen Bonner Ateliers gekommen.[4]
  • Das Atelier „Louis Stüting & Sohn“ in Barmen soll bis 1930 bestanden haben, während das Fotoatelier in Bonn von um 1886 bis 1908 bestanden haben soll.[5]
  • Stütings fotografierte auch die Städte Barmen und Wuppertal und veröffentlichte diese Fotos im Großformat und als Cabinet. Diese Aufnahme wurde später auf Postkarten nachgedruckt und gehören zu den frühen Zeugnissen der Entwicklung beider Orte.

Ateliers

  • Barmen, Berliner Straße 124 (gegründet 1866)
  • Barmen, Bahnhofstraße 6 (1902)
  • Bonn, Coblenzerstraße 14 (Filiale um 1886–1908)

Auszeichnungen

  • 1868 Hoffotograf des Fürsten Karl Anton von Hohenzollern-Sigmaringen.
  • 1889 Goldene Medaille, Köln, Sportausstellung, für Vergrößerungen und ein Ehrendiplom für Momentaufnahmen.[6]

Publikationen

  • L. Stüting – Barmen: Inderau (vor 1880). 4. In Mappe. –: dass. 12. Bl. Cabinet-Format. In Mappe. [Frank, Heidtmann, Wie das Photo ins Buch kam, S. 229.]

Literatur

  • "Atelier Stüting in Barmen". In: Das Atelier des Photographen, Band 5-6 (1898), Heft Nr. 3, S. 54-55.

Fotos

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Nachrichtenblatt für das Photographenhandwerk - Band 28 (1921), S. 379.
  2. Bis hierher leicht gekürzte Übernahme des Wikipedia-Artikels (s. Weblinks).
  3. http://www.fotorevers.eu/de/ort/Bonn/3016/
  4. https://nat.museum-digital.de/index.php?t=people&id=9524
  5. Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums 1975, S. 134.
  6. Photographische Correspondenz, Band 26 (1889), S. 452.

Galerie